Es kann durchaus sein, dass gefärbte Fische verkauft werden, die dem „Glofish“ ähneln. Man kennt bereits gefälschte rosafarbene oder rote Zebrabärblinge. Einige Geschäfte im Ausland verkaufen diese Tiere und behaupten, dass die Fische genetisch verändert seien. Wenn dies tatsächlich zutreffen würde, hätten die Händler gegen das Patentrecht verstossen.
Auf dem Bild handelt es sich nicht um ein gefärbtes Tier, sondern um eine genmanipulierte Abart der ursprünglichen Form, welche in Tschechien nachgezüchtet und in der Schweiz weitervermehrt wurde. Diese Fische verfügen über ein Korallen-Gen, welches ein rotes Leuchtstoffprotein produziert, das den Fischen eine pinkfarbene Erscheinung verleiht und sie veranlasst, unter UV-Beleuchtung zu fluoreszieren. Diese Fische lassen sich nachzüchten, wie ein Schweizer Privatzüchter bestätigte. Bereits die Eier wie auch die Larven schimmern etwas rosa. Dem Privatzüchter wurden die Zebrabärblinge ursprünglich als eine stabile Farbvariante verkauft. Als er von der Genmanipulation erfuhr, entsorgte er umgehend alle Fische, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen.
Können „Tier-Designer“ als Tierquäler angesehen werden? Ob Fische nun gentechnisch verändert oder eingefärbt wurden – die Frage, ob und wie stark sie dadurch Schmerzen erleiden, weiss niemand zu beantworten. Ob dadurch das Verhalten stark beeinträchtig wird, können auch Fachleute nicht klären. Tatsache bleibt, dass die Fische eine geschwächte Konstitution aufweisen können. Der Tierschutzgedanke verbietet Lebewesen auf diese Art und Weise zu missbrauchen.