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Obschon sie nicht zwingend als Qualzuchten zu betrachten sind, gibt es Zuchtziele, welche das Fischleben negativ beeinflussen können. So dürfen aus ethischen Gesichtspunkten Fische mit hoher Aggressivität, fehlenden Kiemendeckeln oder anderen unnatürlichen Körpermerkmalen nicht zur Weiterzucht verwendet werden.

Schleierformen
Mittlerweile gibt es von vielen Wildarten sogenannte Schleierzuchten, deren Schwimmvermögen stark beeinträchtigt ist. Jene Zuchtstämme deren Gesundheit beziehungsweise Sozialverhalten aufgrund der Schleierschwänze beeinträchtigt wird, dürften als Qualzuchten angesehen werden. Dazu zählen beispielsweise gewisse Zuchtstämme von Guppys, Kampffischen und Antennenwelsen, deren Flossen unaufhaltsam nachwachsen. Doch Vorsicht! Schleierformen finden sich bei Zuchtstämmen häufig und müssen nicht zwingend die Bewegungsfreiheit einschränken oder die Gesundheit beeinträchtigen. Dazu zählen vitale Zuchtstämme bei Guppys oder Kampffischen, deren Flossenwachstum beschränkt ist. Ihrer Weiterzucht steht wohl nichts im Wege.


Albinismus

In Aquarien sind Benachteiligungen von Albinos gegenüber den Wildformen nicht sichtbar – aber auch nicht auszuschliessen. Viele Fischarten kommunizieren via Körperfärbung – den Albinos ist dies nicht möglich.

Melanismus/Farbzuchten
Melanismus verringert die Vitalität. Beim Segelflosser, P. scalare, ist bei einer Schwarzfärbung eine deutlich verringerte Vitalität und Fruchtbarkeit schon beobachtet worden. Die einfärbig gezüchteten Diskusfische können oft nicht mehr mit den Signalen der Körperzeichnung kommunizieren. Darin liegt eine verringerte Fortpflanzungsrate begründet.

Kreuzungen
Immer wieder kommen Kreuzungen auf den Markt, die unnatürliche Farbvarianten hervorgebracht haben. Vor allem betroffen sind Regenbogenfische und Buntbarsche.
Erzüchtete Farbvarianten sind deplaciert, weil unerfahrene Züchter diese Fische mit Wildformen verpaaren können und somit der ursprüngliche Zustand eines Wildfischstammes für immer verloren geht.