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Merkblatt Fischzucht
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merkblatt-zuechterakkreditierung.pdf
Diskussion über das Züchter-Label Ziel: Förderung der Inlandnachzuchten – festgelegt nach fischgerechten Richtlinien. Es handelt sich dabei nicht um Rassestandards sondern „Tierschutz-Ethik“ in der Schweiz.
Erstellen von Richtlinien Richtlinien müssen Hobby- und Profizüchter (gibt es kaum) gerecht werden. Es wird eine Label-Kommission gebildet. Diese erstellt den Kriterien-Katalog. Lieber weniger Kriterien dafür messbare Parameter. Anmerkung: Allgemein gültige Haltungsrichtlinien oder Parameter für Fische festzulegen scheint sehr schwierig zu sein. Die Label-Kommission bildet auch die Kontrolleure aus. Die Kontrolleure bestehen aus unabhängigen Fachleuten. Benötigt werden 2-3 Personen.
Label-Kommission Die Kommission könnte aus Vertretern des Schweizer Dachverbandes für Aquaristik und Terraristik SDAT, Schweizer Tierschutz STS, Zoofachhandel, VAZ-Fischschutzgruppe, gegebenenfalls auch privaten Fachleuten bestehen. Sie könnte an einer Delegiertenversammlung des SDAT zusammengestellt werden (wurde 2007 abgelehnt). An den Börsen sollten ausschliesslich selbst gezüchtete Fische verkauft werden. Die Zuchtmethoden und die Herkunft der Fische sind oft unklar. Stattdessen gibt es unterschiedliche Börsenordnungen. Bis anhin weigerten sich manche Fischzüchter eine Akkreditierung in Betracht zu ziehen. Andere finden ein Züchterlabel unnötig. Die Fischschutzgruppe des Vereins Aquarium Zürich hat entsprechende Ideen formuliert, welche zu mehr Transparenz bei der Fischzucht beitragen könnten:
Ausbildung und Vorgehen der Kontrolleure Die Kontrolleure würden vom SDAT (Label-Kommission) ernannt und ausgebildet. Alle Kontrolleure müssten nach den selben Massstäben kontrollieren. Mindestens 80 % der Kriterien müssten nachvollziehbar (messbar) sein. Anmerkung: Es ist eine Checkliste zu erstellen, welche relativ leicht anwendbar ist. Vorschlag zur Kontrolle bei allfälligem Pilotprojekt:: Präsident eines Vereins, der Züchter und ein Kontrolleur (Fischschutzbeauftragter) überprüfen und unterschreiben die Dokumente. Bewertet werden könnten:
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Arbeitsweise (wird ein Zuchtbuch geführt, Aufzeichnungen über Krankheitsverläufe und Medikamentierung) |
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Es müssen Verkaufsunterlagen vorhanden sein (an wen, wann ausgeliefert) |
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Grösse der Aquarien |
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Technische Ausrüstung, wie Licht und Filter |
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Allgemeine Hygiene |
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Strukturen in den Aquarien |
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Keine Krankheiten in den letzten 8 Wochen |
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Fische mit unheilbaren Krankheiten (Fisch-TB) dürfen nicht verkauft werde |
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Folgende Punkte scheinen weniger relevant zu sein, da sich bei schlechten Verhältnissen die Fische nicht vermehren beziehungsweise die Aufzucht erschwert wird:
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Wassertemperatur |
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Qualitätswerte des Wassers kann man Messen |
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Keimzahlen im Wasser, ermitteln mit Schnelltest (Empfehlungen festlegen) |
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Problemzuchten unterbinden:
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Deformierte Fische dürfen nicht abgegeben werden |
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Anwendung von Hormonen oder das Einfärben von Fischen ist nicht erlaubt |
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Die Anwendung von Medikamenten zur Wachstumsförderung ist nicht erlaubt (sollte verboten werden) |
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Es sind keine Problemzuchten zugelassen, wie Züchter von Pangasius sp. (u.ä.) oder Papageienbuntbarschen (Qualzucht). |
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Der Handel mit importierten Fischen durch Label-Züchter ist nicht gestattet:
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Züchter dürfen auch keine Inlandnachzuchten von Dritten entgegennehmen. |
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Abgabe des Labels Der SDAT erteilt das Label auf Empfehlung der Kontrolleure. Ein gewisser Anteil der Kriterien müssen dafür erfüllt sein. Der einmalige administrative Aufwand wird vom Antragsteller getragen (bis CHF 200). Nachkontrollen sind vorgesehen. Zur Diskussion stand bis zur Ablehnung durch den SDAT ein Pilotprojekt beim VAZ.
Weiterbildung Der SDAT könnte eine Grundausbildung wie auch Weiterbildungsmöglichkeiten für die Züchter anbieten (diese könnte kann auch bei Vereinen integriert werden). Mindestens 1 Anlass (oder Spezial-Vortrag in einem Verein) muss vom Label-Züchter pro Jahr besucht werden. Solche Anlässe wurden bereits schon vom Verband organisiert.
Sachkundenachweis: Dieser wird in diesem Zusammenhang nicht behandelt. Anmerkung: Wäre aber eine einfache Möglichkeit zur Ausbildung.
VAZ, Oktober 2006
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