Die Kundenstrukturen des Fischtierheimes
Die BesucherInnen der Fischauffangstation FAS bestehen aus rund 60-80 % Frauen und 20-40 % Männer. Davon sind 10 % Jugendliche, 60 % Familien im mittleren Alter und 30 % bestehen aus Personen über 50.
Die Gründe für die Vermittlung sind mannigfaltig. Rund 40-50 % der Leute geben das Hobby auf. 10-20 % der Leute sind mit den Fischen überfordert, da die Tiere zu gross geworden sind oder ein aggressives Verhalten vorliegt. 5 % der Leute habe zu viele Jungfische im Aquarium – meist Lebendgebärende oder Buntbarsche. 35 % geben andere Gründe für die Abgabe der Fische an – meist unglückliche Zusammenstellungen im Gesellschaftsaquarium.
Am häufigsten werden Goldfische und Farbkarpfen aus Teichen abgegeben. Dicht gefolgt von Salmlern und Buntbarschen sowie den Barben. Zu den Spitzenreitern zählen die Welse und die Lebendgebärenden Fische, wie Guppys und Black Mollys. In geringeren Stückzahlen werden Labyrinthfische, Regenbogenfische und Schmerlen abgegeben. Im vergangenen Jahr war ebenso ein Aal vertreten, wie einige Apfelschnecken, Rotarmgarnelen und einige Wassersalamander (Axolotl)
Mosaikfadenfisch
Gesundheitszustand der Fische
Einem Grossteil der in der FAS abgegebenen Fischen geht augenscheinlich es gut. Rund 10 % sind unterernährt. 20 % wurden überfüttert. Etwa 30 % fielen durch aggressives Verhalten, bei zu engen Raumverhältnissen auf, was leichte Blässuren zur Folge hat.
Sehr alte Fische und manche Salmler, wie zum Beispiel Neonfische, sind sehr stressanfällig. Deswegen kommt es bei solchen Arten durch das Umsetzen gelegentlich zu Ausfällen – rund 20 %.
Bei Fischen, die aus stark verschmutzten Aquarien stammen, treten im sauberen Wasser die Weisspünktchenkrankheit oder bakterielle Infektionskrankheiten auf. Trotzdem stellen Krankheiten in der FAS kein Problem dar. Die Ansicht der Zoofachhändler, dass durch stetige Neuzugänge aus Heimaquarien das Krankheitsrisiko in den eigenen Anlagen ansteigt, kann nach fünfjähriger Erfahrung nicht bestätigt werden.