Die Tätigkeit der FAS beinhaltet ebenfalls die Verbreitung von Informationen zur Pflege von Aquarienfischen. Dem gegenüber stehen unzählige, veraltete Betrachtungsweisen sowie unsachgemässe Werbeversprechen.
Die Werbung verspricht viel: in einem 60 l-Gesellschafts-Aquarium sollen angeblich ein Paar Skalare, ein Schwarm Roter Phantomsalmer, ein Schwarm Neonfische, ein Paar Fadenfische, eine Gruppe Corydoras-Welse, ein Paar Schmetterlingsbuntbarsche, 2 L-Welse zusammen leben können. Ein Nachfragen bei der entsprechenden Firma führte zur folgenden, knapp formulierten Rechtfertigung: Selbstverständlich verstehen sich die gezeigten Einrichtungsvorschläge lediglich als Anregungen. Diese Antwort zeigt, dass Werbeinhalte sorgfältig geprüft werden sollten. Tatsache ist, dass sich ein solch kleines Aquarium nicht als Gesellschaftsaquarium eignet. Zudem betrachten im eben genannten Fall die Skalare die Neonfische als Beute.
Wabenschilderwelse werden 40 cm gross
Bei der Summe an Falschinformationen ist die Aufklärungsarbeit eine Daueraufgabe. Darüber hinaus sind Beratungsgespräche eine heikle Aufgabe. Wie das Beispiel eines Buchladens in Bern aufzeigt. Die dort gepflegten Fische waren mehr oder weniger gut gehalten. Bereits aber schon die Nachfrage, ob es den Fischen gut gehe, führte zu einer ablehnenden Reaktion bei der Besitzerin.
Das Aufstellen von Aquarien in Restaurants ist ebenso umstritten. Es gibt zurecht viele Reklamationen. Gegen die Missstände lässt sich nichts ausrichten, ausser die kleine Hoffnung, dass ein Aufklärungsgespräch Gehör findet. Insbesondere in asiatischen Restaurants werden die Fische wenig vorteilhaft gehalten. Dabei macht sich bei der Aufklärungsarbeit das andersartige Mensch-Tier-Verständnis sehr deutlich bemerkbar, welches den Asiaten im Gegensatz zu den Europäern zueigen ist.
Internetauktionen von lebenden Tieren sind genauso fragwürdig. Meist greifen die selbstgemachten Einschränkungen nicht oder werden von den Firmen sogar selbst umgestossen. Obschon seitens der FAS schon wiederholt Verbesserungsvorschläge eingereicht wurden, fanden sie keinen sinnvollen Eingang in das Geschäftsgebaren.